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Kirby: Planet Robobot

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Etwas mehr Spieltiefe bietet da Kirbys Teamjagd. Gemeinsam mit bis zu drei Mitspielern – falls sich keine echten Mitspieler finden, übernimmt die CPU die Steuerung der anderen Kirbys – stellt ihr euch in mehreren Missionen einem Bossgegner in Manier des Hauptspiels. Klingt unspektakulär, allerdings wählt jeder Spieler vor dem Kampf eine feste Fähigkeit aus, die sich nicht nur von ihren Angriffen unterscheiden. So spielen hier auch Rollenspiel-typische Werte wie Geschwindigkeit, Magie oder Verteidigung eine wichtige Rolle. Während der Schwertkämpfer relativ ausgeglichen ist, setzt die Hammer-Fähigkeit voll auf den Angriff, schränkt dafür eure Agilität aber beträchtlich ein. Als Heiler dürft ihr keine starken Angriffstechniken anwenden, könnt aber jederzeit eine Heilzone errichten, die jeder Spieler nutzen darf.

Kirbys Teamjagd besitzt einige Rollenspiel-Anleihen.
 
Nach dem Durchspielen der Story lassen sich weitere Modi freispielen. Dazu gehören ein klassischer Boss Rush-Modus sowie ein Time Attack-Modus mit Meta-Knight in der Hauptrolle, wie man ihn in ähnlicher Form schon in Triple Deluxe vorfand. Hier erwarten euch zusätzliche neue Bosse, die Kirby-Kenner eventuell aus früheren Spielen kennen dürften. Wer die StreetPass-Funktion nutzt, kann seine Bestzeiten mit anderen vergleichen.
 
Kunterbuntes Farbenfeuerwerk
Die wahre Stärke von Kirby: Planet Robobot liegt überraschenderweise aber nicht im Gameplay, sondern auf der technischen Seite. Angefangen von Waddle Dees, die mit Autos oder Bussen über Brücken aus dem Hintergrund angefahren kommen und halten, wenn die Ampel im Vordergrund auf Rot steht, über ein goldenes Casino, in welchem ihr euch vor fallenden Billardkugeln in Acht nehmen müsst, bis hin zu einer atemberaubenden Unterwasserwelt, die dem legendären Atlantis nachempfunden ist. Man merkt an jeder Ecke mit wie viel Liebe zum Detail HAL Laboratories das Spiel entwickelt hat, weshalb das Spiel einfach fantastisch aussieht – vor allem bei aktiviertem 3D. Genauso variantenreich ist auch der Soundtrack, der sowohl ruhige melancholische Stücke, aber auch rockige oder Dubstep-angehauchte Melodien beinhaltet. In den Extra-Leveln erwartet euch außerdem ein musikalisches Medley mit Original-Melodien aus knapp 30 Jahren Kirby-Geschichte.
 
FAZIT
Kirby: Planet Robobot stellt einen recht konsequenten Nachfolger von Triple Deluxe dar. Viele Gameplay-Mechaniken wurden aus dem Jump’n’Run-Abenteuer direkt übernommen, was bei der gelungenen Vorlage ja nicht unbedingt etwas schlechtes ist. Die Robobot-Komponente sorgt dabei für eine gelungene Abwechslung im Gameplay. Leider krankt auch Planet Robobot letztlich wieder an dem viel zu geringen Schwierigkeitsgrad im Story-Modus, welcher bei Verwendung von amiibos sogar ad absurdum geführt wird, sowie der kurzen Spielzeit - gerade in den Nebenmodi. Wirklich fordernd sind eigentlich nur die Boss Rush-Modi. Trotzdem hatten wir wieder viel Spaß mit dem Titel. So macht das Ausprobieren der unterschiedlichen Fähigkeiten und Techniken ordentlich Laune. Auch Sound, Optik und Leveldesign sind überaus gut gelungen. Wer mit dem typischen Kirby-Konzept etwas anfangen kann, der darf bei Kirby: Planet Robobot beherzt zugreifen.

Daher für Einzelspieler gut bis sehr gut und für Mehrspieler gut.
 Autor:
Karim Ahsan
Testbericht
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