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Yo-Kai Watch

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Um dies zu erreichen, ist unsere Yo-Kai Watch quasi im Dauereinsatz. Sie wird als kleiner Radar im oberen Rand des Bildschirms dargestellt und schlägt in den roten Bereich aus, sobald sich ein Yo-Kai in der Nähe befindet. Anschließend nutzen wir die Linse, um ein kleines Areal nach dem Wesen abzusuchen und dieses nach erfolgreicher Sichtung solange mit der Linse zu verfolgen, bis wir es vollständig entdeckt haben und es sich dann nicht selten kampfeslustig auf uns stürzt. Daraufhin finden wir uns direkt im Kampfgeschehen wieder, welches doch komplett anders abläuft, als man erwarten würde. Wir können insgesamt bis zu sechs Geister mit uns führen und in den Kampf entsenden. Diese befinden sich im Gefecht auf einer drehbaren Scheibe, wobei die ersten drei Yo-Kais den Gegner fortwährend mit Attacken bombadieren. Dabei laufen die Kämpfe komplett automatisch von statten - wir fungieren viel mehr als ein strategischer Coach, der seinen Geisterwesen unterstützend zur Seite steht. Durch drehen der Scheibe mit dem Stylus können wir unsere geschwächten Gefährten in Ruhe heilen oder sie von einem beseelten Zustand reinigen, während die anderen „aktiven" Yo-Kais weiterkämpfen. 
Stehe deinen Yo-Kai unterstützend im Gefecht zur Seite.
 
Spaßiges Kampfsystem mit Stylus-Schwerpunkt
Es gibt insgesamt acht Yo-Kai-Stämme, die den Geistern spezielle Fähigkeiten verleihen. So beherrschen beispielsweise Kreaturen des Tapfa-Stamms mächtige Attacken, wohingegen Anhänger des Herziga-Stamms die Fähigkeit besitzen, andere zu heilen. Wurden Yo-Kais des selben Stamms nebeneinander positioniert, erhalten sie einen zusätzlichen Boost. Neben zwei Standard-Angriffen, welche die Geisterwesen automatisch abfeuern, besitzt jeder Yo-Kai noch einen besonders starken Spezialangriff, auch Ultiseelschlag genannt. Diese Spezialattacke wird zunächst durch das Kampfgeschehen aufgeladen und kann dann anschließend per Stylus aktiviert werden. Anschließend finden wir uns in einem von insgesamt drei Touch-Minispielen wieder, welche wir zur Ausführung der Attacke vorerst absolvieren müssen. Dabei zeichnen wir entweder drei geometrische Formen nach, müssen schnell einen Wirbelwind erzeugen oder aber kleine Blasen zerplatzen lassen. Je geschickter man bei den Minispielen vorgeht, desto schneller führt das Yo-Kai die mächtigen Ultiseelschläge aus, welche gekonnt durch individuelle Animationen in Szene gesetzt werden. Sobald eines unserer Geisterwesen vom Gegner beseelt wurde, muss man ähnliche Minispiele absolvieren, um sie zu reinigen. 
 
Leider fühlen sich die Kämpfe nach einer gewissen Zeit ziemlich eintönig an. Grundsätzlich bietet uns nur der Ultiseelschlag die direkte Möglichkeit, aktiv ins Kampfgeschehen einzugreifen und die Fähigkeiten des Yo-Kai zu aktivieren. Strategische Tiefe erlangt das Ganze eher über die Zusammenstellung des Teams. Die Yo-Kais haben unterschiedliche Wesen, welche bestimmen wie angriffslustig oder passiv sie sich im Kampfgeschehen verhalten. Die Teams sollten also eine gute Kombination aus Stamm, Fähigkeit und Wesen der Geisterkämpfer darstellen. Weiterhin kann man gezielt entscheiden, welcher Gegner zuerst attackiert werden soll, bzw. bei Bosskämpfen auf welches Körperteil die Attackensalve gerichtet wird. Dabei hat man manchmal das Gefühl, dass die Kämpfe fast wie von selbst laufen und man gar nicht so in die taktische Tiefe gehen muss. Meist reicht es fast aus, wenn man möglichst viele Ultiseelschläge ausführt und die Gegner somit blitzschnell ausschaltet. Selbst die Bosskämpfe unterscheiden sich bis auf ihre Dauer kaum von den Abläufen bei herkömmlichen Gegnern. Hier wird vor allen Dingen deutlich, dass man den Schwierigkeitsgrad aufgrund der deutlich jüngeren Zielgruppe wohl nicht so stark anheben wollte. Schöner wäre es trotzdem gewesen, wenn die Macher von Level-5 noch einen optionalen Spielmodus für die erfahreneren Spieler integriert hätte. Nach einem erfolgreich absolvierten Kampf erhalten unsere Yo-Kais EXP und können somit in der Stufe aufsteigen, weiterhin bekommen wir die ein oder andere Belohnung in Form eines Items. 
 Autor:
Jennifer Reichel
Testbericht
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Leserwertung:
7.0