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Yo-Kai Watch

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Nun werden sich bestimmt schon viele unter euch fragen, wie man denn nun eines der insgesamt 232 Yo-Kais für sein Team gewinnen kann? Dies stellt wahrlich ein weniger einfaches Unterfangen dar, denn die Geisterwesen haben ihren eigenen Kopf und lassen sich nicht so leicht einfangen. So müssen sie einem mit etwas Glück im Anschluss an einen erfolgreich absolvieren Kampf ihre Freundschaft anbieten. Möchte man dem feindlich gesinnten Yo-Kai einen Anreiz geben, dem eigenen Team beizutreten, so füttert man ihn einfach im Kampfgeschehen mit einem der zahlreich erhältlichen Lebensmittel und hofft, damit seine Sympathie zu steigern. Aber Vorsicht - jeder Geist hat seine ganz eigenen Vorlieben. Natürlich kann es da auch manchmal frustrierend sein, wenn man nach etlichen Kämpfen noch keine neuen Freundschaften knüpfen konnte. Nichtsdestotrotz, Aufgeben ist da ja bekanntlich die letzte Option, denn umso größer ist das Erfolgserlebnis bei einem neu umgarnten Geisterpartner. Dabei sehen manche Geisterwesen weniger süß oder cool aus als andere - doch in Verbindung mit ihrem Charakter lässt genau das sie einzigartig erscheinen.
 
Bei entsprechendem Voranschreiten der Story wird es später auch noch möglich sein, den lokalen Multiplayer-Modus freizuschalten und mit seinem aufgestellten Yo-Kai-Team gegen seine Freunde anzutreten. Dabei winken als Prämien spezielle Items und das Team gewinnt mit jedem Kampf an Erfahrungspunkten. Der Ort des Duells kann hierbei frei gewählt werden und so findet man sich beispielsweise mit seinen Yo-Kais im Kolosseum wieder. 
 Schließe Freundschaften, um die Yo-Kais im Kampf an deiner Seite zu wissen.
  
Schön inszenierte Spielwelt
Doch kommen wir nun noch einmal zurück zum Handlungsort - der Stadt Lenzhausen. Diese fiktive Gegend besteht aus mehreren Stadtteilen und überzeugt durch ihre schön dargestellte, japanisch angehauchte und doch recht dichte Spielwelt, welche auch mit dem ein oder anderen schön inszenierten Schauplatz, z.B. in Form eines angrenzenden Wasserparks, hervorsticht. Dabei können wir uns frei durch die Wohngebiete, den angrenzenden Supermärkten und auch den verwinkelten Seitengassen bewegen und all die versteckten Gegenstände oder aber auch Yo-Kais entdecken und sammeln. Unser Protagonist kann zwischenzeitlich auch angeln oder Insekten fangen und im weiteren Spielverlauf mittels Fahrrad schnell von A nach B gelangen. Nach einer gewissen Zeit müssen wir auch unsere Yo-Kai Watch upgraden und können somit vorher verschlossene Türen öffnen und weitere, vorher nicht zugängliche Areale erkunden. Auf unserem Weg treffen wir immer wieder auf Stadtbewohner, denen wir in zahlreichen Sidequests einen Gefallen erweisen können. Dabei verfolgen diese meist, ähnlich wie bei den Storymissionen, das gleiche Konzept: Gehe von A nach B, hole einen Gegenstand bzw. besiege den Unruhestifter und anschließend ist alles wieder im Lot. Leider stellt die Map bei den Nebenmissionen keine allzu große Hilfe dar. So wurden auf dieser keine Straßen-Namen verzeichnet und wir können in den Questinfos nur via gestecktem Fähnchen erahnen, wohin wir uns in etwa begeben müssen. Schöner wäre es da definitiv gewesen, wenn wir das Missionsziel auswählen könnten und dann via Pfeildarstellung auf der Karte zu dem Zielort geroutet werden würden (ähnlich wie bei den Hauptmissionen). Komischerweise gilt in der modernen, japanisch dargestellten Stadt der Euro als Hauptwährung, was einen zunächst in Anbetracht der optischen Präsentation etwas verwundern mag.
 
Positiv hervorheben möchten wir an dieser Stelle definitiv noch die deutsche Sprachausgabe und Textsynchro, bei der sich die Entwickler wirklich alle Mühe gegeben haben, um sie liebevoll und authentisch ins Spiel zu integrieren. Gerade in den heutigen Zeiten, in denen es vermehrt lediglich zu englisch gehaltenen Titeln kommt, ist dies keine Selbstverständlichkeit.
 Autor:
Jennifer Reichel
Testbericht
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Leserwertung:
7.0